Eurobirdwatch - Vogelschutz

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Sonntag, 6. Oktober, 08.00 - 16.00 Uhr

Eisweiher, Erlensträsschen 90, Riehen

Beobachtungs- und Informationsstand.
Für das leibliche Wohl wird mit Wurst vom Grill, Getränken und Kuchen gesorgt.
 

Zurzeit überqueren wieder Millionen von Zugvögeln die Schweiz auf ihrem Weg nach Süden. Dieses Naturspektakel können Interessierte am Wochenende vom 6. Oktober 2019 in Riehen, Erlensträsschen 90, beim Eisweiher mitverfolgen. Die Gesellschaft für Vogelkunde und Vogelschutz Riehen lädt anlässlich des 26. EuroBirdwatch zur Beobachtung des herbstlichen Vogelzuges ein und verrät vor Ort spannende Fakten zu den Vögeln und zu ihrem Schutz. Am EuroBirdwatch sind in diesem Jahr 60 Sektionen von BirdLife Schweiz sowie auf internationaler Ebene gegen 40 nationale BirdLife-Partner aus Europa und Zentralasien beteiligt.

 
Am Beobachtungsstand der Gesellschaft für Vogelkunde und Vogelschutz Riehen erwarten Sie von 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr Fachleute mit guten Ferngläsern und Fernrohren, um mit Ihnen den faszinierenden Vogelzug zu beobachten und Ihnen interessante Fakten zu den einzelnen Arten und ihren Zugrouten zu verraten. Dabei wird auch die Anzahl der beobachteten Zugvögel festgehalten und anschliessend schweiz- sowie europaweit statistisch erfasst. Die Ergebnisse werden in der Woche darauf unter www.birdlife.ch/ebw publiziert.

 
Einige unserer Zugvögel haben mehrere tausend Kilometer Weg vor sich, aber nicht alle werden in ihren Winterquartieren ankommen: Geschätzt 25 Millionen Zugvögel werden jedes Jahr im Mittelmeerraum gewildert. Um diesem illegalen Treiben ein Ende zu bereiten, hat BirdLife International die Kampagne #FlightForSurvival lanciert. Aber auch der Lebensraumverlust im Brutgebiet infolge Überbauung, Industrialisierung unserer Landwirtschaft, Insektensterben, naturfernen Gärten und weiteren Faktoren machen den Vögeln zu schaffen. Bei Glaskollisionen sterben in Mitteleuropa weit mehr Vögel als durch die Wilderei im Mittelmeerraum. Ein wirksamer Schutz der Zugvögel muss also sowohl im Brutgebiet wie im Süden ansetzen.

 
Die Gesellschaft für Vogelkunde und Vogelschutz Riehen ist eine Sektion von BirdLife Schweiz und somit auch Teil dieser Anstrengungen. Die Natur- und Vogelschutzvereine setzen sich für wertvolle Lebensräume in der Schweiz ein. BirdLife Schweiz unterstützt Projekte zum Schutz der Zugvögel in Italien, Zypern und der Schweiz. Weitere BirdLife-Partner sind bis nach Libanon und Ägypten aktiv. All diese Projekte sind ein Beitrag dazu, dass auch künftige Generationen das phantastische Naturspektakel Vogelzug werden bewundern können.

 
Der jährlich stattfindende EuroBirdwatch lockt in der Schweiz regelmässig mehrere tausend Besucherinnen und Besucher an. In den 34 teilnehmenden Ländern des letzten Jahres nutzten rund 25’000 Zugvogelbegeisterte das abwechslungsreiche Angebot an Aktivitäten. Dabei wurden mehr als 5 Millionen Vögel auf ihrem Zug beobachtet. Alleine in der Schweiz zählten die rund 4’000 Teilnehmenden am EuroBirdwatch-Wochenende gegen 150’000 Zugvögel.

 
Besuchen Sie den Beobachtungs- und Informationsstand der Gesellschaft für Vogelkunde und Vogelschutz Riehen, der lokalen Sektion von BirdLife Schweiz, in Riehen, Erlensträsschen 90, beim Eisweiher am Sonntag, 6. Oktober 2019, 08.00 Uhr – 16.00 Uhr und lassen Sie sich in die faszinierende Welt der Zugvögel einführen.


In diesem vergangenen Sommer konnten die Riehner GVVR-Vogelkundler in Riehen, in der Lange Erlen, immer wieder den melodischen Gesang, von zwei verschiedenen Pirols hören. Einer sang beim Entenweiher, dass seine Angebetete Piroldame ihn erhören möge und der andere warb um die Gunst für ein Weibchen im Gebiet der Grendelmatte. Trotz des auffälligen gelben Gefieders mit schwarzen Flügeln, sind die Pirole nur schwer, hoch oben im dicht belaubten Kronendach, zu entdecken. Anfangs August machen sich die Pirole bereits wieder auf den bis zu 11‘000 Kilometer langen Weg in den Süden. Die Reise führt sie im Herbst meist erst nach Südosten und schliesslich über das Mittelmeer nach Afrika, wo sie die Sahara durchqueren und bis nach Südostafrika in ihren Winterquartieren ankommen.
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